Verständigung- Integrales Bewusstsein



Verständigung: Warum dieses Thema auf meiner Homepage?

Dazu die Frage Verständigung - integrative Weltsicht, wie hängen diese zusammen? Das ist doch alles nicht ein Thema für die Homepage eines klassischen Homöopathen - werden Sie sich vielleicht fragen. Und doch ist es so, denn:

(siehe dazu auch die Berichte der 3. und 5. Mind and Life Konferenz)


Genügend Gründe also um sich mit dem Thema Verständigung/ Integration zu beschäftigen:

Bis vor kurzer Zeit waren für diese Themen in unserem Kulturraum schwerpunktmäßig die Religionen zuständig. Jedoch ist dieser Zugang für viele Menschen nicht mehr möglich. Einige wenden Sich dem Buddhismus zu, der sich in seiner hoch entwickelten, rationalen Art und Weise diesen Themenbereichen widmet. Jedoch auch dieser Zugang spricht viele Menschen nicht an.

Darum möchte ich an dieser Stelle auf die Schriften von zwei Personen aus hinweisen:

Zum Ersten auf den Schweizer Kulturphilosophen Jean Gebser.
Dieser hatte sich Zeit seines Lebens damit beschäftigt, die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins aus kulturhistorischer Sicht zu beschreiben. Er schaute sich die kulturellen Vermächtnisse der Menschheit an und rekonstruierte daraus die wahrscheinliche Bewusstseinslage der Menschen, die diese Kulturgüter geschaffen hatte.
Nach seiner Ansicht hat der Mensch bisher fünf Bewusstseinsstufen durchlaufen, wobei er heute dabei ist sich aus einem mental-rationalen Bewusstsein herauszulösen, um sich in einem integralen Bewusstsein wiederzufinden (Gebser spricht hier von Mutationen, da dieses Loslösen seines Erachtens sprunghaften Charakter hat).

Kennzeichen des mental-rationalen Bewusstseins ist die Perspektive, die dem Menschen unter anderem erst die großen Fortschritte im technischen Bereich ermöglichte, jedoch dazu neigt, sich in ihrer perspektivisch (verengten) Sichtweise festzufahren. Genau dieses negative Element „transformiert“ das integrale Bewusstsein, in dem es die verschiedenen Perspektiven als Ausschnitte eines Ganzen wahrnehmen kann. Dabei hat jede Perspektive ihre (partielle) Berechtigung als ein Baustein eines größeren „Ganzen

Als Zweites möchte ich auf Theilhard de Chardin hinweisen:
ein Jesuitenpater, Geologe, Päläontolge, Philosophe und Antropologe, der Zeit seines Lebens versuchte die Evolutionstheorie mit dem christlichen Glauben zu vereinigen. Aus seiner Sicht befindet sich die Menschheit gerade dabei in ein Einheitsbewusstsein einzutreten.

So kommen beide Autoren von zwei verschiedenen Perspektiven zu einem ähnlichen Resultat, dass das Bewusstsein der Menschheit sich in eine Richtung entwickelt, die es dem Einzelnen ermöglicht seine eigenen, wertvollen Erkenntnisse als einen Teilausschnitt eines Ganzen wahrzunehmen. Das wiederum versetzt ihn in die Lage sich mit dem Andersdenkenden, auch Fremden auszutauschen, zu kooperieren und unter gemeinsamer Anstrengung integrative Konzepte zu entwickeln.