Mein Weg zur Homöopathie
Wie ich zur Homöopathie kam
In der Zwischenzeit möchte ich ihnen ein wenig erzählen wie ich zur Homöopathie gekommen bin und warum ich ihr nach über zwanzig Jahren trotz teilweisen widrigen Umständen treu bleibe.
Fünfundzwanzig Jahre jung. Ein Geologie Student, attraktiv und lebenshungrig. So begebe ich mich auf eine abenteuerliche Reise nach Südamerika. Ich werde nicht enttäuscht, nur habe ich ein kleines Souvenir auf der Heimreise im Gepäck. Die Krätze. Viele Ärzte bemühen sich um die kleinen Milben, schlussendlich sind sie erfolgreich. Die Milben sind weg......nur das nicht zur Ruhe kommen lassende Jucken und die Ekzeme wollten nicht verschwinden. Was für ein Erfolg! So beginnt eine Reise in der ein Saulus zum Paulus wird. Die Homöopathie erlöst mich von dem fürchterlich juckendem Ekzem. Und der Weg des Paulus in die Heilkunde beginnt. Dreijährige Ausbildung zum Heilpraktiker. Danach das gründliche Studium der Homöopathie und die Eröffnung der eigenen Praxis. Dabei immer wieder einschneidende Erlebnisse die mir noch heute einen Schauer über den Rücken jagen. Das Grundlegendste das Folgende:
Wir befinden uns in Irland. Ich, meine Frau und unsere zwei kleinen Kinder haben uns entschlossen die nächsten Jahre in Irland zu leben. Unsere neues Leben: am Ufer eines wunderbar romantisch gelegenen Sees im Westen der grünen Insel. Unser erstes, vorübergehendes Zuhause: ein altes irisches Cottage wie aus dem Bilderbuch. Träume erweckend im Sommer. Im Winter ein dunkles und feuchtes Loch. Wir alle erkranken. Zu Schluss der Sohn. Eine Meningitis Epidemie ist im Umherziehen. Der Sohn entwickelt rasch hohes Fieber. Ein Umstand der bei uns als Eltern vorerst keine größere Besorgnis auslöst. Dann aber setzt ein rapider Kräfteverfall ein. Der Sohn versucht immer wieder in den Schlaf zu finden. Aber jedes Mal erfasst ein Zucken seinen Körper und hindert ihn zur Ruhe zu kommen. Wenige Stunden später ist er nicht mehr in der Lage ein Glas zu halten. Das Fieber ist zwischenzeitlich sehr, sehr hoch. Die ersten diskreten Zeichen einer Meningitis stellen sich ein. Ein Kampf beginnt. Das nächste Krankenhaus vierzig Kilometer entfernt. Dazu die Gewissheit dass bei einer viralen Meningitis seitens der Schulmedizin keine wesentliche Hilfe zu erwarten ist. Ich beginne die homöopathischen Arzneimitelllehre zu studieren. Das erste Mittel. Keine Veränderung. Das zweite Mittel. Ich kontaktiere einen Kollegen. Er bestätigt mir die Arzneimittelwahl. Und wieder keine Reaktion. Ich studiere, suche, bleibe überraschend ruhig. Dann der Durchbruch. Ich beobachte ein kleines für die homöopathische Arzneimittelwahl wesentliches Zeichen. Fünf Minuten später: der Sohn fällt in einen ruhigen, tief erholsamen Schlaf. Zehn Stunden später erwacht er wie wenn nichts gewesen wäre. Ein paar Tage später erfahren wir dass ein Junge in der Gemeinde an Meningitis verstorben ist. Mein Bündnis mit der Homöopathie ist für dieses Leben geschmiedet.“
