Neue Forschungsansätze
Siehe auch die Seite Theoretische Modelle - Grundlage für eine Neuorientierung der Homöopathieforschung
Zirkulär statt hierarchsich
Ein einführendes Editorial von H.Walach
Mit diesem Editorial führt Harald Walach ein neues Evaluationsmodell für komplexe Therapieverfahren wie die Homöopathie, die Akupunktur und viele andere komplementärmedizinische Heilverfahren ein. Das spannende daran ist, dass der neue methodische Ansatz bisherige anerkannte Verfahren wie die Doppelblindstudie nicht ausgrenzt sondern Sie als einen "gleichberechtigen Partner" in die Vielzahl von Bewertungsmöglichkeiten einreiht.
Circular instead of hierarchical: methodological principles for the evaluation of complex interventions
Summary: Instead of an Evidence Hierarchy, we propose a Circular Model. This would imply a multiplicity of methods, using different designs, counterbalancing their individual strengths and weaknesses to arrive at pragmatic but equally rigorous evidence which would provide significant assistance in clinical and health systems innovation. Such evidence would better inform national health care technology assessment agencies and promote evidence based health reform.
Whole Systems Research: Suche nach Alternativen zu randomisierten klinischen Studien
Am 25. Mai 2006 fand in Edmonton/ US im Rahmen der North American Research Conference ein Workshop mit dem Thema ” Methodoligical Challenges in Whole System Research” statt. Grund für diesen Workshop war, wie Vinjar Fonnebo in einer Zusammenfassung des Workshop sagt, ”die Kluft zwischen Studien, die geringe oder keine Effektivität für komplementäre Therapien (kurz CAM) zeigen und den Berichten von Patienten und CAM Therapeuten, die von substantiellen klinischen Verbesserungen sprechen.” Ein Grund könnte zum Teil der derzeitige Fokus der Forschung auf randomisierte und Placebo kontrollierte Studien sein, die speziell entwickelt wurden um die Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit von pharmakologischen Substanzen zu beantworten. So wurden teilweise komplexe therapeutische Eingriffe der Komplementärmedizin zergliedert und häufig vereinfacht um dem Bewertungssystem der RCT zu entsprechen und wiederum wurden sogenannte Outcome Studien eher vernachlässigt. Ergebnis des Workshops ist unter anderem der Vorschlag einer fünfphasigen Strategie zur Bewertung der komplementären Therapierichtungen, die den speziellen Aspekten der komplementären Therapierichtungen Rechung tragen soll. Lesen Sie mehr dazu im aktuelle Newsletter der International Society for Complementary Research.
Cognition-based Medicine
Die Kritik der Anwendbarkeit von Doppelblindstudien als Instrument zum Nachweis der Wirksamkeit von komplementären und alternativen Heilverfahren kommt aus den verschiedensten Lagern der Medizinforschung. Das Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie e.V. setzt sich aus einem Forscherteam zusammen, das aus dem anthroposophischen Bereich kommt. So hat das Team um Dr. H. Kiene ein neues methodologisches System zum Wirksamkeitsnachweis unter dem Begriff der Cognition-based Medicine entworfen.
Neues Studiendesign belegt spezifische Effekte. "Homeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms" Ein Beitrag von Claus Fritzsche zu dem Thema "verblindete homöopathische Arzneimittelprüfung".
Die drei Forscher Harald Walach, Heribert Möllinger sowie Rainer Schneider zeigten in drei Studien, dass die homöopathische Arzneimittelprüfung, wie Sie nun seit über 200 Jahren durch Homöopathen durchgeführt wird, auch unter strengsten wissenschaftlichen Bedingungen in der Lage ist spezifische Arzneisymptome hervorzurufen.
Die neueste Buchveröffentlichung zum Thema
New directions in homopeathic research
Advice from an interdisciplinary conference
Witt, Claudia; Albrecht, Henning (eds.) 2009, 169 pages
ISBN 978-3-933351-88-3
Eine Rezension erfolgt in Bälde
Über das Buch:
In 1808, Samuel Hahnemann, the founder of homeopathy, began to call the law of similars a "law of nature" - a provocative and controversial statement. 200 years later, homeopathy is still as controversial as it was then. It has, therefore, become necessary to define homeopathy’s "state of the art" and especially the state of research on homeopathy. The editors initiated a process based on an interdisciplinary approach. The main objectives were to identify problems in the different fields of homeopathy research and to develop recommendations for further research. The discussion and decision process was based on input from experts with considerable experience in homeopathy representing five different research disciplines: history of homeopathy, case studies, pathogenic trials, clinical research and basic research This book summarizes the decision and consensus process by providing (1) an overview of the current state of research on homeopathy and (2) the results.
