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Theoretische Modelle

1999 eröffnet Walach die Diskussion einer nichtlokalen Wirkungsweise der Homöopathie mit seinen Beitrag "Magic of signs- a nonlocal interpretation of homeopathy". Ein meines Erachtens überfälliger, notwendiger, spannender, aber auch gewagter Schritt der unter anderem zu einem Disput mit einem homöopathischen Arzt führt. Diese Auseinandersetzung symbolisiert für mich persönlich den inneren Kampf vieler heute praktizierender Homöopathen mit sich selber wieder; einerseits aktzeptiert man Hahnemanns Paradigma einer "geistartigen Wirkung" der homöopathischen Arzneimittel, anderseits "klammert" man sich noch ( in der Regel unbewusst) an eine spezifische Wirksamkeit der homöopathischen Therapie im Sinne der Doppelblindstudie ( RCT).

Walach sieht nach jahrelanger intensiver Forschung im Bereich der Homöopathie den Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit im Sinne der Doppelblindstudie als nicht erfolgsversprechend an und schlägt mit der Publikation seiner Theorie der generalisierten Quantentheorie einen ganz neuen Weg ein; mit einer Theorie die versucht das Phänomen der Wirkung der Homöopathie zu beschreiben, ohne darauf angewiesen zu sein, dass ein physikalisches Signal übermittelt wird. Der Begriff der Generalisierten Quantentheorie führt aber leider meines Erachtens immer wieder zu dem Missverständnis, dass die generalisierte Quantentheorie eine (klassisch) physikalische Theorie ist. Dies ist sie jedoch nicht. Der auch von Walach analog benutzte Begriff der nichtlokalen Verbundenheit umgeht diese Problematik.

Nachtrag 20.7.2011
Die Zusammenfassung von Nikolaus von Stillfried zu seiner Dissertation mit dem Titel " Theoretische und empirische Untersuchungen zur "Generalisierten Quanten Theorie" gibt neben dem Artikel "Generalised Quantum Theory—Basic Idea and General Intuition [227 KB] " einen guten Überblick zu dem recht komplexen Thema.

Veröffentlichungen in chronologischer Reihenfolge

1999 eröffnet Harald Walach die Diskussion über eine nichtlokale Wirkungsweise der Homöopathie mit der Publikation:
Harald Walach- Magic of signs- a nonlocal interpretation of homeopathy

Die einführende Publikation zum Thema generalisierte Quantentheorie folgt dann im Jahre 2003:
Haralad Walach- Generalisierte Quantentheorie: Eine theoretische Basis zum Verständnis transpersonaler Phänomene [103 KB]

2005 ist es dann soweit; die generalisierte Quantentheorie am Beispiel der Homöopathie wird der Öffentlichkeit vorgestellt:
Harald Walach- Entanglement model of homeopathy as an example of generalized entanglement predicted by weak quantum theory

-> die ersten Hinweise auf die durch die generalisierte Quantentheorie beschriebenen Verschränkungsphänome liefert die im Jahre 2008 durch Walach, Möllinger, Sherr und Schneider veröffentlichte Studie: "Homeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms: results from two double-blind placebo controlled trials"

Unabhängig davon arbeitet Lionel Milgrom an seinen Modell, hier der Link zu seiner ersten Publikation:
Lionel Milgrom- Patient-practitioner-remedy (PPR) entanglement. Part 1: a qualitative, non-local metaphor for homeopathy based on quantum theory

2010 Harald Walach - Nikolaus von Stilfried
Generalised Quantum Theory—Basic Idea and General Intuition: A Background Story and Overview [227 KB]

2010 Nikolaus Stilfried
Theoretische und empirische Untersuchungen zur "Generalisierten Quanten Theorie"

Harald Walach in Kooperation mit Hartmann Römer, Thomas Filk, Harald Atmansbacher, Mike Epperson, und Walter von Lucadou
Towards a New Paradigmatic Framework: Weak Quantum Theory and Generalised Entanglement – Explorations of Holism

Weiterführende Arbeiten

Nikolaus von Stillfried:
The Whole and its Parts: Are Complementarity and Non-locality Intrinsic to Closed Systems?

Harald Walach, Niko Kohls, Nikolaus von Stillfried, Thilo Hinterberger, Stefan Schmidt
Spirituality: The Legacy of Parapsychology

Auszüge aus dem Abstract:
...Spirituality can be conceptualised as the alignment of the individual with the whole, experientially, motivationally and in action. For spirituality to unfold its true potential it is necessary to align this new movement with the mainstream of science, and vice versa.

...Parapsychology was founded as a counter movement to the rising materialist paradigm in the 19th century. Adopting the methods of the natural sciences, it tried to prove the direct influence of consciousness on matter. After 125 years this mission must be declared unaccomplished.

....Generalised entanglement is a formal and scientific way of explaining spirituality as alignment of an individual with a whole, which, according to the model, inevitably leads to non-local correlations.


Diskussionen

Harald Walach auf Cam-Media Watch
Knapp daneben, aber mitten ins Ziel – Ein Kommentar zu Markus C. Schulte von Drach: „Umstrittenes Heilverfahren Homöopathie“ (-> Sueddeutsche.de)