Aktuelle Studien zur Homöopathie
Hier finden Sie exemplarische Studien aus den jeweiligen Forschungsbereichen
Versorgungsforschung
Homeopathic Treatment for Chronic Disease: A 6-Year, University-Hospital Outpatient Observational Study [74 KB]
6544 Patienten wurden über einen Zeitraum von 6 Jahren in einer Ambulanz des National Health Service (NHS) Teaching Trust in Grossbritannien behandelt. 70.7% = 4627 Patienten berichteten über eine positive Veränderung ihres Gesundheitszustand wobei 50.7% = 3318 Patienten die Verbesserung als gut(+2) und wesentlich besser (+3) bewerteten
Homöopathie-Studie der Charite (siehe auch hier)
Eine so genannte Outcome-Studie, die unter anderem von Mitarbeitern des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charite in Berlin durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Patienten die eine homöopathische Therapie in Anspruch genommen hatten, eine grössere Verbesserung ihrer Symptome erfuhren, als eine Vergleichsgruppe die konventionell behandelt wurden. Diese Studie ist insofern interessant, da sie eine der wenigen Studien ist, welche die klassische Homöopathie und die Schulmedizin in einem realen Praxisumfeld vergleicht.
Classical homeopathy in the treatment of cancer patients – a prospective observational study of two independent cohorts.
Laut dieser Studie ist davon auszgehen, dass eine homöopathische Therapie die Lebensqualität der Patienten bei einer Krebserkrankung steigern kann - siehe auch den erläuternden Text auf Informationen zur Homöopathie.
Klinische Forschung
Homeopathic Pathogenetic Trials Produce Specific Symptoms Different from Placebo
Heribert Möllinger, Rainer Schneider, Harald Walach
Homöopathie: Neues Studiendesign belegt spezifische Effekte. »Homeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms
Drei Studien zeigen, dass die homöopathische Arzneimittelprüfung mit Hochpotenzen auch unter strengsten wissenschaftlichen Kriterien spezifische Arzneisymptome ans Licht bringt. Claus Fritzsche von Psychophysik.com kommentiert.
Die Links zu den drei Studien:
- A Double-Blind, Randomized, Homeopathic Pathogenetic Trial with Healthy Persons: Comparing Two High Potencies
- Homeopathic Pathogenetic Trials Produce Specific Symptoms Different from Placebo
- Homeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms: results from two double-blind placebo controlled trials
Wirksamkeits-Studie von Dr. David Reilly
Die Publikation ”The Evidence for Homeopathy” (PDF) von Dr. David Reilly untersucht die Wirksamkeit der Homöopathie aus der Perspektive eines homöopathischen Praktikers und Forschers. Seit 15 Jahren führt Reilly kontrollierte Studien zur Homöopathie durch. Diese finden im Rahmen des Glasgow Modell im Zentrum für integrative Medizin des Glasgow Homeopathic Hospitals statt. Seine Erfahrung lässt Reilly zu der Schlussfolgerung kommen: ”The remedies work over and above the useful healing effect of the general method of care” Eine interessante Abhandlung aus der Sicht eines Praktikers, inmitten des britischen Gesundheitssystem (NHS), in dem die Homöpathie laut Reilly seit 1948 integriert ist
Stefan Schmidt-Troschke Über zwei widersprüchliche Studien zur homöopathischen Behandlung von ADHS
Stefan Schmidt-Troschke aus dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke beschäftigt sich in einem Beitrag des Journal Clubs der Zeitschrift Forschende Komplementärmedizin mit der Frage, warum zwei aktuelle Studien zur homöopathischen Behandlung von ADHS zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. So führte eine von Jacobs et al. an 43 Kindern mit ADHS durchgeführte Studie zu keiner signifikanten Überlegenheit der homöopathischen Behandlung gegenüber Placebo. Jedoch erbrachte die in dem Kommentar von Stefan Schmidt-Troschke besprochene Studie von Frei et al. deutliche Hinweise auf die Wirksamkeit einer homöopathischen Behandlung bei ADHS. Stefan Schmidt- Troscke führt diesen Unterschied darauf zurück, dass die Frei-Studie einen anderen Weg eingeschlagen hat, insofern sie nicht sofort nach der individualisierten Arzneimittelwahl randomisierte, sondern zunächst alle Patienten in einer sogenannten Run-in-Phase das Verum (das zu untersuchende Medikament) über eine zeitlich nicht limitierte Phase erhielten. Dies macht aus der Sicht der homöopathischen Praxis insofern Sinn, da der Wirkungseintritt und die Dauer der Wirkung einer homöopathischen Arznei großen Variationsschwankungen unterworfen ist. Erst nach dieser Run-in-Phase wurden die Patienten, die laut elterlichem Urteil eine Besserung erfahren hatten, randomisiert, um in einer zweiten Phase im Rahmen einer Crossover-Studie in der Placebogruppe die “Entzugsseffekte” zu messen. Crossover bedeutete in Frei’s Studie, dass jede Gruppe jeweils sechs Wochen ein Verum gefolgt von einem Placebo oder umgekehrt erhielt.
Grundlagenforschung
Test of a Homeopathic Dilution of Aconitum napellus: A Clinical, Randomized, Double-Blind, Controlled Crossover Study in Healthy VolunteersEine weitere aktuelle HAMP in einem Crossover Design konnte einen deutlichen Unterschied zwischen der Einnahme von Aconitum C30 sowie Placebo feststellen. Hier das Abstract zu der Arbeit
Investigation of arsenic-stressed yeast (Saccharomyces cerevisiae) as a bioassay in homeopathic basic research
Wasserlinsen reagieren in diesem Versuch auf potenziertes Arsen mit einem verstärkten Wachstum